Durch den regelmäßigen und guten Kontakt zur Polizeidirektion Sachsen-Anhalt Süd sowie zur Polizeidirektion Halle gelingt es den 5 Sicherheitsberatern um Wolfgang Schlotte stets während der Diskussionsrunden vor SeniorInnen, an lebendigen - freilich anonymen - Beispielen Gefahren darzulegen, denen besonders die reifere Generation ausgesetzt ist.

Sie informieren in Begegnungsstätten, Vereinen, Seniorenheimen und für Vermieter präventiv über Themen wie Trickbetrügereien, Haustürgeschäfte, Kaffeefahrten, den so genannten „Enkel-Trick“ oder wie man Haus, Wohnung und Garten sicherer vor Einbrüchen schützen kann. Am liebsten haben es die Berater, wenn es während der Veranstaltungen zu vielen Fragen kommt und ebenso, wenn anhand von individuellen Erfahrungen  konkrete Handlungsmöglichkeiten aufgezeigt werden können.

„Auf keinen Fall den Helden spielen!“, meint Wolfgang Schlotte prinzipiell. Fertige Rezepte gebe es jedoch nicht, ergänzt der 70-Jährige. Jeder Fall habe sowohl eine eigene Problematik als auch Dynamik.

Und doch wollen die 5 Sicherheitsberater den SeniorInnen die Angst vor kriminellen Übergriffen nehmen. „Wer sagt, dass er sowieso Opfer eines Überfalls oder Einbruchs wird, der verhält sich eventuell auch so, dass man auf ihn aufmerksam wird“, resümiert Wolfgang Schlotte. „Man sollte auch nichts herbei reden“, ergänzt er. Andererseits könne man sich noch so gut gegen alles absichern und es helfe letztlich nicht, spricht der ehemalige Polizeibeamte aus eigenem Erleben.

Alles in allem seien die Leute aber aufmerksamer geworden, ist er sich sicher. Sie fielen zum Beispiel nicht mehr so oft auf den „Enkel-Trick“ herein, seien skeptischer, hakten nach. Manche riefen inzwischen sogar die Polizei, um die vermeintlichen Enkel auf frischer Tat zu ertappen.

Mehr Sicherheit für Ältere bedeutet für Schlotte und seine Mitstreiter gleichsam Sicherheit im öffentlichen Nahverkehr. Neben zahlreichen Bänken an den Haltestellen, die in den letzten Jahren durch die Kooperation mit der Halleschen Verkehrs AG aufgestellt wurden, nahmen die Sicherheitsberater ebenso Einfluss auf die Installation von deutlicheren Licht- sowie akustischen Signalen in den Straßenbahnen oder auf die Vergrößerung der Schrift in den HAVAG-Fahrplänen.

Gabriele Bräunig

 

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