Das Wichtigste: Jeder möchte so lange wie möglich selbstbestimmt und gesund in den eigenen vier Wänden leben - nach Möglichkeit barrierefrei. Außerdem soll die Miete natürlich bezahlbar bleiben.

Im Alltag jedoch stehen betagte MieterInnen des Öfteren vor scheinbar unüberwindlichen Hürden: Die Treppe zum Hauseingang ist zu steil, es fehlt ein Fahrstuhl, und in der Wohnung ist alles viel zu eng, zu weit oben und damit schlecht erreichbar. Selbst im Wohnumfeld wimmelt es mitunter von Stolperfallen. Man denke nur an die von Baumwurzeln angehobenen Gehwegplatten. Besonders Gehbehinderte und RollstuhlfahrerInnen können davon ein Lied singen.

Die Arbeitsgruppe Wohnen im Alter des Stadtseniorenrates unter Leitung von Gerda Sprotte engagiert sich seit Jahren dafür, diese Hindernisse in Zusammenarbeit mit den halleschen Wohnungsunternehmen so nach und nach der Vergangenheit angehören zu lassen.

Gemeinsam mit  ihnen wurde beispielsweise dafür gesorgt, dass zahlreiche Häuser und Wohnungen einen seniorengerechten Umbau erfuhren. Rampen erleichtern nun vielfach die Auffahrt zum Eingang, Lifte befördern bis in die oberen Etagen. Räume und Duschen sind großzügig eingerichtet, ebenerdig und somit bequem zu erreichen. Einbauschränke in der Küche erfordern keine „akrobatischen Übungen“ mehr. Die Arbeitsgruppe, die sich 3 bis 4 Mal im Jahr trifft, besucht zudem hin und wieder Alten- und Pflegeheime, um sich darüber zu informieren, wie hoch dort Unterkunfts- sowie Betreuungskosten sind.

Gerda Sprotte wirkt seit über zehn Jahren im Seniorenrat der Stadt Halle mit. Sie hat vor einiger Zeit - wie sie sagt „aus menschlichen Beweggründen“ - gern die Nachfolge von Liane Lang in der Arbeitsgruppe angetreten, weil der Rat wichtige Veränderungen für Ältere in der Stadt auf den Weg bringen will und die Mittsiebzigerin gern aktiv daran teilhaben möchte.

Gabriele Bräunig

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