Dr. Klaus-Dieter Weißenborn macht es traurig und wütend, dass sich in Sachen Rentenangleichung Ost und West seit nunmehr 15 Jahren kaum etwas getan hat: „Angeblich haben wir jetzt  - laut Statistik - etwa 93 Prozent der Rentenhöhe der alten Bundesländer erreicht. Nur: Anders als im Westen wird bei den Ost-RentnerInnen in die `gesetzliche Rente´ nicht nur die SV-Rente hinein gerechnet, sondern ebenso die freiwillige Zusatzrentenversicherung sowie alle zusätzlichen Altersversorgungen.

Vor allem macht Herrn Weißenborn auch eine falsche BSG-Rechtssprechung zu schaffen, die die ehemaligen ostdeutschen NaturwissenschaftlerInnen in den volkseigenen Betrieben, besonders in der Chemie, benachteiligt. Namhafte PolitikerInnen aller Bundestagsfraktionen bis hin zu Ministern wurden darüber aufgeklärt, hatten sogar Unterstützung zugesagt. Bisher ist nichts Entscheidendes passiert.

In der Arbeitsgruppe Renten beim Stadtseniorenrat, die Dr. Weißenborn seit Ende 2010 leitet, engagieren sich deshalb vor allem zahlreiche ChemikerInnen aus ganz Mitteldeutschland, nicht nur aus Halle. Aber auch andere Themen beschäftigen die ca. 20 Mitglieder der AG, die sich aller 2 Monate zur Beratung treffen. Die Renten-Problematik der geschiedenen Ost- Frauen spielt dabei genau so eine Rolle wie die oftmals niedrigen Löhne und Gehälter in den neuen Bundesländern, die verhindern, dass die jungen Leute von heute später einmal von ihrer Rente leben können.

Klaus-Dieter Weißenborn hat selbst 3 Kinder und 6 Enkel und wünscht sich für sie eine sichere Zukunft.

Gabriele Bräunig

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