Tätigkeitsbericht des Seniorenrates 2018

Zu unserem Selbstverständnis

Die „Seniorenvertretung Halle e.V.“ realisiert auch im Jahr 2018 ihre durch die Satzung vom
12.10.17 übernommenen Verpflichtungen, insbesondere die
- Interessenvertretung der älteren Bürgerinnen und Bürger der Stadt
- Mitwirkung durch Planung und Durchführung von Maßnahmen und Programmen für
ältere Bürger
- Information der Bürgerschaft über seniorenrelevante Themen
- Mitwirkung in der Landesseniorenvertretung
- Im vergangen Jahr befassten wir uns insbesondere mit den Schwerpunkten soziales
Wohnen und sozialer Zusammenhalt, mit nachhaltigem sozialen und wirtschaftlichen
Umbau der Wohngebiete, aber auch mit der Frage, welche planerischen Strukturen auf
lokaler Ebene gebraucht werden, um gemeinsam lebenswerte Stadtteile zu gestalten.
1. Thema „Soziales Wohnen“, „Zusammenhalt“, „Öffentlichkeitsarbeit“
Gleich zu Beginn des Jahres war daher zur Vorstandssitzung der Beigeordnete für
Stadtentwicklung und Umwelt Herr Stäglin zu Gast und gab Auskunft über aktuelle und
geplante Baustellen sowie zur Stadtentwicklung der einzelnen Wohngebiete, die über seine
ablaufende Amtszeit hinausgehen.
Erstmals nahm die Seniorenvertretung am 11. Immobilien-Forum in der G.-F.-Händel-
Halle am 27./28.02.2018 teil, das sich u.a. den Themen „Wie muss eine Immobilie effizient
vermietet und bewirtschaftet werden? Welche Neuerungen gibt es beim Mietrecht für Mieter
und Vermieter?“ widmete.
Am 06. März hatte die Seniorenvertretung im kleinen Saal des Stadthauses zum
„Stadtseniorengespräch“ zu einem Fachgespräch mit dem Verbandsdirektor der
kommunalen Wohnungsentwicklung, Herrn Jost Rieke aus Magdeburg, und dem
Beigeordnete Herrn Stäglin einladen. Während Herr Rieke einen Überblick über die
Entwicklung der Wohnungswirtschaft in Sachsen-Anhalt gab, erläuterte Herr Stäglin die
konkrete Lage der Wohnsituation in Halle. Vertreter von verschiedenen
Wohnungsunternehmen, die Mitglieder des Seniorenrates und interessierte SeniorInnen
verfolgten die Vorträge und beteiligten sich an der regen Diskussion.
Diese Veranstaltung war Anlass, der Bau- und Wohnungsgenossenschaft Halle -
Merseburg e.G. (BWG) und der Halle-Neustädter Wohnungsgenossenschaft e.G. das
Zertifikat „Für seniorenfreundlichen Service“ zu überreichen.
Weitere Vorstandssitzungen befassten sich mit der Wohn- und Lebenssituation speziell für
Ältere in Halle. So wurden die Besuche bei den Quartiersmanagern unserer Stadt
fortgesetzt. Im Mai wurde es durch die HWG ermöglicht, die Vorstandssitzung im
„Nachbarschaftstreff“ der HWG, Am Hechtgraben 4, mit dem Leiter Herrn Hampel,
dem Quartiersmanager des Quartierbüros Nord, Herrn Mahlert und dem
Regionalbereichsbeamten Polizeioberkommissar Herrn Helmecke durchzuführen. Dank
dieser kompetenten Gesprächspartner konnte zu Entwicklung und Perspektiven dieses
Stadtteils sowie zu Fragen der Sicherheit gesprochen werden.
Welche unterschiedlichen Herangehensweisen an das Älterwerden der Bewohner haben die
einzelnen Wohnungsunternehmen, welche neuen Wohnräume gibt es? Auch darüber wurde
gesprochen.
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Bei einer Vorstandssitzung in der BWG erläuterte Vorstand Herr Haake ausführlich die
Pläne des Unternehmens zur sozialen Unterstützung des Lebensalltags von SeniorInnen.
Mit den Vorstellungen zur Förderung durch technische Hilfsmittel im Rahmen einer
Wohngebietsneugestaltung machte sich der Seniorenrat ebenfalls bei einer Vorstandssitzung
bei der Halle-Neustädter WG durch Vorstandsvorsitzenden Herrn Luther bekannt.
Wie in den vergangenen Jahren stand die Seniorenvertretung regelmäßig im "Schlaustübchen"
der GWG für Fragen und Anregungen bereit, traf sich aber 2018 zusätzlich noch einmal dort:
die GWG stellte die neuen Seniorenwohnungen im „Weidanz-Hof“ fertig. Nach der
Vorstellung des Projektes im "Schlaustübchen" durch Frau Friebel konnte sich der
Seniorenrat vor Ort kurz vor Bauende die neuen Wohnungen und Sozialräume ansehen und
sich von der beispielgebenden Gestaltung der Anlage überzeugen.
Aus Anlass des „Tages des offenen Denkmals“ und des "Internationalen Tages der Älteren"
lud die Seniorenvertretung zu einem Rundgang durch die Große Märkerstraße, einer der
ältesten vom Marktplatz abgehenden Straßen von Halle, ein. Wir folgten ihrer historischen
Geschichte bis zum Jerusalemer Platz. Anschließend war zu einem Besuch in das
Stadtmuseum anlässlich der fertiggestellten Ausstellung zu Halles Stadtgeschichte
eingeladen, die die Leiterin Frau Unger sehr anschaulich vorstellte.
Und wie verstehen sich die MieterInnen im "Wohnquartier" der Seniorenvertretung? Darüber
konnte man sich beim HWG-Mieterfest unter dem Motto "Mexiko" in der Geiststraße
am 30. Oktober 2018 ausführlich unterhalten.
Dank dieser vielen Anregungen wird sich die Seniorenvertretung auch in den kommenden
Jahren für eine fruchtbare Zusammenarbeit zwischen, Wohnungsunternehmen, Verwaltung
und selbstorganisierten Initiativen einsetzen und neue Strukturen fördern.
Der Stadtseniorenrat nahm den 80. Jahrestag der Pogrome vom 09. November 1938 zum
Anlass, mit einigen Textberichten aus der Lebenserfahrung betroffener jüdischer Mitbürger
im Rahmen einer Lesung diese Vorkommnisse in Erinnerung zu rufen und machte mit dieser
Veranstaltung auf die Gefahren der heutigen Situation, verursacht durch die verschiedensten
rechtslastigen Protestbewegungen, aufmerksam.
Im „Lichthaus“ wurden vom Intendanten und den Schauspielern des Neuen Theaters
Herrn Matthias Brenner, Frau Bettina Schneider und Herrn Axel Gärtner Texte aus
dem Lebensbericht von Josef Kahlberg, dem Sohn des letzten Rabbiners von Halle, dem
„Tagebuch Anne Frank“ und "Solange wir leben, müssen wir uns entscheiden. - Leben
nach Auschwitz“ von Jehuda Bacon gelesen. Unter den Zuhörern entstand eine emotionale,
sehr nachdenkliche Stimmung, deren Reminiszenz auch im bebilderten Anhang mit der
Aussage der Schauspielerin Frau Schneider nachzulesen ist. Im Anschluss legten die
Teilnehmer gemeinsam mit dem ehemaligen Pfarrer Herrn Dr. Detlev Haupt Blumen am
Gedenkstein der zerstörten Synagoge am Jerusalemer Platz nieder.
Dem Gedenken und der Mahnung gewidmete Anlässe wie die Kranzniederlegung und
Gedenkveranstaltung am 8. Mai anlässlich der Befreiung des deutschen Volkes vom
Hitlerfaschismus, der Gedenkfeier der Stadt Halle an die Opfer der Pogromnacht am 09.
November 2018 und dem Gedenken der Toten der Weltkriege sowie der Opfer des
Nationalsozialismus und Kranzniederlegung anlässlich des Volkstrauertages 19.
November 2018 auf dem Gertraudenfriedhof galt die besondere Aufmerksamkeit der
Mitglieder des Seniorenrates.
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Auch im Jahr 2018 stellte die Mitgliedschaft im Sozial-, Gesundheits- und
Gleichstellungsausschusses, dem Präventionsrat und dem Ehrenamtsbeirat für die
Zusammenarbeit mit Halles Stadtverwaltung ein wichtiges Bindeglied dar. Der
Fahrgastbeirat der HAVAG intensivierte im Jahr 2018 seine Tätigkeit, für den Seniorenrat
nahm Herr Stroh an den Beratungen und dem „Tag der offenen Tür“ teil. Im Rahmen des
bundesweiten Projekts „Bausteine für Fußverkehrsstrategien“ unterstützte die
Seniorenvertretung den „Fußverkehrscheck“ am 12.11.2018 und brachte durch den Vertreter
des „Reha Halle Teams“ Herrn Lasch einen Rollator zum Testen besonders sensibler
Verkehrsbereiche während des Stadtrundganges mit.
Wie in jedem Jahr waren wir auch in 2018 mit einem Infostand bei den Feiern des DGB
zum Tag der Arbeit am 1. Mai auf dem Marktplatz in Halle vertreten. Reges Interesse der
Bürgerschaft herrschte an der Arbeit des Seniorenrates und dem ausliegenden
„Seniorenwegweiser“. Hervorragende Anerkennung erfuhren wir durch den Besuch des
Bundesministers für Arbeit und Soziales Hubertus Heil, des Oberbürgermeisters Dr.
Wiegand, dem DGB-Regionsgeschäftsführer Johannes Krause sowie dem Mitglied des
Bundestages Dr. Diaby. Dem Thema Rentengerechtigkeit, mit welchem sich seit Jahren die
Arbeitsgruppe Renten unter Leitung von Dr. Weißenborn beschäftigt, konnten durch den
Besuch hoffentlich positive Anstöße gegeben werden.
Zu Gast bei weiteren Vorstandssitzungen war Herr Schönrock, Koordinator für
Migration und Integration, stellvertretend für die Ausländerbeauftragte Frau Schneutzer,
um zum Thema „Zuwanderung – Gefahr oder Gewinn? Die Situation der Integration in der
Stadt – eine reale Situationsbeschreibung“ zu sprechen. Ebenfalls konnte der
Geschäftsführer der Freiwilligen-Agentur Halle-Saalkreis e.V., Herr Ebert begrüßt
werden, der über Rolle und Bedeutung der Freiwilligen-Agentur, insbesondere zu Förderung
und Intensivierung des Ehrenamtes in Halle durch den Engagementbeirat sowie zu neuen
Regelungen zum Versicherungsschutz von Freiwilligen informierte. Über Aspekte einer
weiteren Zusammenarbeit konnten wir uns verständigen.
Die Seniorenvertretung bewarb sich an der Ausschreibung „Demokratiepreis Sachsen-
Anhalt 2018“ und wurde mit einer Urkunde des Ministers für Landesentwicklung und
Verkehr des Landes Sachsen-Anhalt, Herrn Thomas Wedel, geehrt. Sie ist in unserer
Geschäftsstelle ausgehängt.
Im Rahmen der Zusammenarbeit mit der Landesseniorenvertretung Sachsen-Anhalt
nahmen Vertreter unseres Seniorenrates an der Jahresmitgliederversammlung teil. Der
Vorsitzende unserer Stadtseniorenvertretung, Herr Dorn ist darüber hinaus Mitglied des
erweiterten Landesvorstandes und nahm an der Klausurtagung „Mitgestalten für und mit
älteren Menschen – Erfahrungsaustausch zwischen Ehrenamt und Hauptamt“ teil.
Der Jahresabschluss mit der Mitgliederversammlung wurde in diesem Jahr im
Familienkompetenzzentrum der Franckeschen Stiftungen in den neu fertiggestellten
Räumen der ehemaligen „Meierei“ begangen. Nach Darstellung von Aufgaben und
Tätigkeitsfeld des Familienkompetenzzentrums durch dessen Leiter Herrn Deutsch konnte
Frau Zander, Vorsitzende der Landesseniorenvertretung, als Gast zum Thema Ehrenamt,
rechtliche Regelungen und Initiativen gewonnen werden. Eine besondere Bereicherung war
der Besuch von 21 Kindern der Kindertagesstätte „August Hermann Francke“ mit einem
kleinen Weihnachtsprogramm. Ein schönes Beispiel der Verbindung zwischen der jüngsten
und ältesten Generation.
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2. AG Renten - „Sicherung sozialer Rechte im Alter – Beitrag zur Schaffung von
Rentengerechtigkeit“
Die seit 1992 tätige Arbeitsgruppe Renten hat auch in diesem Jahr ihre Arbeit konsequent
fortgesetzt. Sie arbeitet überregional; mehr als die Hälfte der Mitglieder der Arbeitsgruppe
kommt aus der umliegenden Region (südliches Sachsen-Anhalt und Leipzig).
Inhaltliche Schwerpunkte der Arbeit im Jahr 2018 waren:
1. Forderungen nach zeitlicher Korrektur und Ergänzung des Rentenüberleitungsabschlussgesetzes
von 24. Juli 2017 (RÜAG), einschließlich Beibehaltung der Höherwertung
zur Vermeidung der Benachteiligung künftiger Rentnergenerationen
2. unabhängig vom RÜAG, die Beseitigung noch immer bestehender Ungerechtigkeiten aus
der Rentenüberleitung bei verschiedenen Berufsgruppen, insbesondere durch eine politische
Regelung bei der Zusätzlichen Altersversorgung der technischen Intelligenz (Korrektur des
Ausschlusses der Chemiker und Physiker).
Die Arbeit umfasste
- einen öffentlichen Auftritt in der MDR-Fernsehsendung „Fakt Ist“ aus Magdeburg am
29. Januar 2018, Thema : „Alt und Arm – Wenn die Rente nicht zum Leben reicht“
- eine Beratung der AG Rente mit den CDU-Bundestagsabgeordneten Timo Sorge
(Magdeburg) und Christoph Bernstiel (Halle), 4. April 2018
- die Teilnahme an der DGB-Veranstaltung „Ein Stück mehr Rentengerechtigkeit –
Aufarbeitung der Nachwendezeit“ am 11. April 2018 in Dresden, Auftritt im Podium
gemeinsam mit der sächsischen Staatsministerin Petra Köpping.
- ein direktes Gespräch mit dem Bundesminister für Arbeit und Soziales Hubertus Heil
am Stand des Seniorenrats auf der DGB-Veranstaltung am 1. Mai 2018 mit Übergabe
einer umfassenden Dokumentation
- die aktive Teilnahme an der Beratung von SPD- und CDU-MdB mit Vertretern der
verschiedenen, von Rentenungerechtigkeiten betroffenen Berufsgruppen im Deutschen
Bundestag in Berlin am 14. Juni 2018
- ein Gespräch mit dem für die CDU-Bundestagsfraktion zuständigen MdB Albert
Weiler in dessen Wahlkreis am 7. August 2018
- ein Gespräch im Bundesministerium für Arbeit und Soziales in Berlin mit der
Parlamentarischen Staatssekretärin Kerstin Griese am 10. August 2018. Obwohl es in
diesem Gespräch durchaus Ansatzpunkte für mögliche Lösungen gab, kam von dort
im Oktober eigenartigerweise ein ablehnendes Schreiben. Daraufhin wurden
nochmals, mit neuen Schreiben an das BMAS (BM Hubertus Heil, Staatssekretärin
Griese) und die Vorsitzenden der Bundestagsfraktionen von CDU/CSU (MdB R.
Brinkhaus) und SPD (MdB A. Nahles), unsere Forderungen nach Beseitigung des
Unrechts bei der AVI tech gestellt. Die Antworten stehen noch aus.
Außerdem gab es umfangreichen Schriftverkehr mit weiteren Politikern auf Bundesund
Landesebene.
- Auch in der Presse haben wir unsere Themen platzieren können. In der
Mitteldeutschen Zeitung vom 17. Oktober 2018 erschien ein umfassender Artikel über
unseren Physikerkollegen Dr. Filary. Dazu gab es auch ein sehr positives Echo in
Leserbriefen.
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3. „Gesundheit im Alter - Gesundheit und Pflege“
Die Arbeitsgruppe besuchte das „Hospital Cyriaki“, Glauchaer Str. 68 und informierte sich
bei der Pflegedienstleiterin Frau Scharun über Fragen des Pflegestärkungsgesetzes II.
Diesen Fragen ging auch der Besuch im „Seniorendomizil Vogelnest“, Ernst-Kamith-
Straße, nach.
Weitergeführt wurden Besuche bei Tagespflegen, um die Betreuung von Demenzkranken zur
Unterstützung der pflegenden Angehörigen besser einschätzen zu können. Dazu gehörten in
diesem Jahr die Tagespflege „Henry-Dunan“ des DRK-Pflegeheimes am
Niedersachsenplatz 4 in Halle-Neustadt sowie die „Tagespflege im Steintorpalais“.
Eine interessante Gesprächsrunde fand in der „Home Instead Seniorenbetreuung“ im HEP
(Halleschen Einkaufspark) statt. Der Leiter Herr Schwarzkopf stellte die neu eröffnete
„Seniorenbetreuung zu Hause“ vor, ein weiteres Zusammentreffen soll im kommenden Jahr
die Entwicklung dieser Betreuung verfolgen.
Bei einem Treffen in unserer Geschäftsstelle waren als Gäste die Seniorensozialarbeiter
(aufsuchender Dienst) Frau Frohberg und Herrn Sechert eingeladen, seit ca. einem Jahr
diese wichtige Aufgabe nehmen und über ihre Erfahrungen berichteten.
Unterstützt wurde die Arbeit von Herrn Dr. Schwarz vom Pflegeinstitut der MLU beim
Projekt „Virtuelles Wohnen“ und eine Studentin der Fachrichtung Sozialarbeit bei ihrer
Bachelorarbeit durch das Ausfüllen von Fragebögen zur Pflege.
4. „Gesundheit im Alter – Gesundheit und Vorsorge“
Zu einem sehr interessanten und ausführlichen Gespräch kam Herr Kay van Alste,
Apotheker der Löwen- Apotheke in der Brüderstraße 17 in 06108 in die Geschäftsstelle.
In einem ca. eineinhalbstündigen Gespräch berichtete Herr van Alste über seine Intension als
Chef einer „Inhabergeführten Apotheke“, den Möglichkeiten von Apotheken vor Ort und der
Sicht auf „Online-Apotheken“. Da hierbei noch viele Fragen offen blieben, wird er im
kommenden Jahr nochmals eingeladen.
Ebenso interessant und vielseitig berichtete Frau Dr. Groß, ehemalige praktizierende
Ärztin, anhand des Impfkalenders der ständigen Impfkommission (STIKO) über die
Standartimpfungen in der Bundesrepublik Deutschland. Es wurde allen Anwesenden ein
Impfkalender der Standardimpfungen in Tabellenform überreicht und besonders auf wichtige
Impfungen auch im Alter hingewiesen.
Den Fragen zur „Sucht im Alter“ ging die Arbeitsgruppe bei der AWO-Suchtberatungsstelle
Halle, Trakehner Str. 20, mit dem Leiter Herrn Carsten Brandt nach. Dabei wurden nicht
nur auslösende Faktoren, Beratung und Hilfestellungen erörtert, sondern auch nach
präventiven Möglichkeiten gesucht.
Zum Thema „Hilfsmittel“ war Herr Lasch, Hilfsmittelkoordinator beim Reha Team Halle
der Firmengruppe Hellwig (Firmen reha team Halle GmbH, das Sanitätshaus F. Hellwig GbR
und die Schuhtechnik Hermaped GmbH). Auch dieses Gespräch war sehr komplex und
ebenso konnten nicht alle Aspekte beleuchtet werden, sodass ein nochmaliger Besuch avisiert
wurde.
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Ein besonderer Höhepunkt zum Thema „Gesundheit im Alter“ war der „Pflegebildungstag“
am 20 November, einer Gemeinschaftsveranstaltung der Seniorenbeauftragten der
Stadt Halle, der Seniorenvertretung Halle e.V. und den Berufsbildenden Schulen V für
Gesundheit, Körperpflege und Sozialpädagogik Halle in der Aula der Klosterstraße 09.
Neben einem Theaterstück der Theatergruppe der BbS V Halle „ALZ - HEIM – bereit“
konnten Frau Dr. Ursula Wolf, Universitätsklinikum Halle zu „Gebrechlichkeit,
Sturzereignisse und Gedächtnisstörungen durch Multimedikation im Alter - Möglichkeiten
der Prävention", Audiotherapeutin DSB Frau Dr. Gesine Haerting zu „Kommunikation
mit Schwerhörigen - eine Herausforderung in der Geriatrie“ und Herr Dr. Kai Wohlfarth,
BG Klinikum Bergmannstrost Halle zu „Schlaganfall - Ursachen, Auslöser, Therapie“ für
hervorragende Vorträge gewonnen werden.
5. Thema „Sicherheit im Alter“
Durch den regelmäßigen und guten Kontakt zur Polizeidirektion Sachsen-Anhalt Süd ist der
Seniorenrat stets über die sicherheitspolitische Situation der Stadt informiert. Darüber hinaus
ermöglicht die Mitarbeit im Präventionsrat der Stadt Einflussnahme zur Verhinderung
politisch motivierter Taten.
Der gesundheitsbedingte Rücktritt des langjährigen Vorsitzenden der Gruppe Sicherheit und
Verkehr erfordert im Augenblick eine Neuorientierung der Arbeit dieser Arbeitsgruppe.
Dank der Bereitschaft in der Polizeidirektion Sachsen-Anhalt Süd gerade für das
Sicherheitsbedürfnis der älteren Generation Ansprechpartner zu haben ist der Seniorenrat in
der Lage mit Herrn Junghans, Polizeikommissar, dem Thema Sicherheit weiterhin große
Aufmerksamkeit schenken zu können. Mit Herrn Junghans und seiner Teilnahme an
Vorstandssitzungen und/oder weiteren Kontakten können wir diesem Bedürfnis weiterhin
Rechnung tragen. Das zeigte sich deutlich an der Einladung des Vorstands in die
Polizeidirektion Sachsen-Anhalt Süd, Merseburger Str. 06. Nach der Begrüßung durch
Herrn Karlstedt, Leiter des Direktionsbüros, führte Herr Junghans durch den polizeilichen
Gewahrsam sowie das Lage- und Führungszentrum und stand für ein anschließendes
Gespräch über Aufgaben und Prävention zur Verfügung.
Unsere Tätigkeit für die Entwicklung der Seniorenarbeit, die lokale Strukturen stärkt,
sinnstiftende Tätigkeit befördert und sich am Bedarf der Nachbarschaften orientiert,
um im Alter nicht auf sich alleine gestellt zu sein, wird auch weiterhin Ziel und Aufgabe
des Seniorenrates sein. Wir brauchen ein gutes, soziales Miteinander, um uns für die
Zukunft und auf unser „Älter werden“ vorzubereiten.
Wir danken allen Partnern unserer Stadt, die mit uns gemeinsam an der Infrastruktur
einer „Gesellschaft für alle Lebensalter“ arbeiten. Insbesondere gilt unser Dank allen,
die unserer Arbeit materiell und ideell durch entgegenkommen und durch freundliche
Zuwendung gefördert und unterstützt haben.
Seniorenvertretung Halle e. V. 06120 Halle Geiststr. 50
www. stadtseniorenrathalle de Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
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Fachgespräch
„Stadtentwicklung als die neue soziale Frage“
Veranstaltung der Seniorenvertretung Halle
Zunehmend verändert sich die Wohn- und Bevölkerungsstruktur der Stadt.
Daher laden wir Sie ein, sich mit uns gemeinsam über das Thema
„Stadtentwicklung als die neue soziale Frage“ zu informieren.
Als Gast spricht der Direktor des Verbands der Wohnungswirtschaft
Sachsen-Anhalt e.V. Herr Jost Riecke
Weiterhin können wir als Gast einen Vertreter der Abt. Stadtentwicklung
Halle mit Ausführungen zum Thema „Wie kann Stadtentwicklung auf die
neuen sozialen Fragen reagieren?“ begrüßen.
Wann: Dienstag, dem 06. März 2018 um 10.30 Uhr
Wo: Stadthaus Halle, Kleiner Saal
06108 Halle, Marktplatz 2
Über Ihr Kommen freut sich der Vorstand der Seniorenvertretung Halle
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Übergabe der „Zertifikates für seniorenfreundlichen Service“ an die BWG und die Halle-Neustädter
WG während des Fachgesprächs zur „Stadtentwicklung als neue soziale Frage“ am 06. März 2018
Herr Jost Rieke bei seinem Vortrag
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11. Immobilienforum im Februar 2018 Gespräch mit der GWG
Am Info-Stand 1. Mai 2018 mit Minister Hubertus Heil
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„Internationaler Tag der Älteren“
Im Hof des Stadtmuseums mit der Direktorin Frau Jane Unger
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Lesung mit dem Intendanten des NT Herrn Matthias Brenner, Frau Bettina Schneider und Herrn Axel
Gärtner am 09. November 2018
Am Standort der alten Synagoge in Halle
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Lesung am 09.11.2018
Sehr geehrter Herr Dorn,
es war mir eine große Ehre, Ihnen vorlesen zu dürfen und mit Ihnen gemeinsam ein kleines
Zeichen zu setzen.
Es tat mir ganz persönlich sehr gut und hat mich getröstet und auch friedlich gestimmt.
„Wir können uns entscheiden.“
Das ist immer noch so wichtig in unserer heutigen Zeit und macht uns lebendig.
Sie haben mich so lieb beschenkt-und nun bekomme ich auch noch so freundliche,anerkennende
Zeilen.
Das ist ein großes Geschenk,welches mich sehr berührt.
Vielen lieben Dank und herzliche Grüsse!
Ihre Bettina Schneider

 

Kontakt

Seniorenvertretung
der Stadt Halle e.V.
Geiststraße 50
06108 Halle

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Telefon: 0345 - 2900053